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Resurrectionparty 3.0. Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut.

Gegen 19:00 startete die Ausgabe von Freibier. Draußen an der Feuerstelle gab es Schweinsbraten und Stangerlbrot auf Kosten brennender literarischer Kulturgüter:

 
Hier der offizielle Newsletter:

Ein Jahr ist schnell herum.
Weil wir, wohl auf Grund unserer informellen Organisationsstruktur, die Wiederauferstehung zelebrieren müssen, veranstaltet Die Brut auch dieses Jahr, nämlich am 16. Dezember ab 19:00, eine „Resurrection Party“ im Westsidepub.

Das es sich hierbei um so etwas, wie eine Weihnachtsfeier handelt, zumindest terminlich, kann man ja auch als ein schönes Symbol für Erneuerung, Veränderung und Umstrukturierung, ja für so etwas wie eine „tabula rasa“ auslegen. In den letzten Tagen des Dezember nämlich fällt und fiel das „Sol invectus“ Fest der Römer, die Winterssonnwendfeiern und eben auch Weihnachten. Die zeitlichen Überschneidungen mit diesen Ausdrücken von Vorstellungen, die aus einer agrarischen Vergangenheit auf uns gekommen sind, ist zufällig, oder zumindest von uns nicht geplant. Neugeburt und Auferstehung sind für uns als Verein aber, gerade nach der verlorenen Wahl, essentiell wichtig. Wir haben es uns selbst ausgesucht; keine feste Organisation, keine „Struktur“, das heißt, keine internen Hierarchien und Hackordnungen und keine asymetrischen Macht- und Entscheidungsverhältnisse. Das führt oft zu Krisen, vor allem in personeller Hinsicht, ist aber auch die einzige passende Antwort auf die ewige Institutionalisierung und Zetralisierung von politischen Prozessen und damit der Macht, die, dem ewigen Menschenrecht nach, den Leuten zusteht, die darunter auch zu „leiden“ haben. Dezentralisierung und Befreiung von aufgepfropften Moralvorstellungen und das Verlernen der von Kindesbeinen an eingeimpften Reflexhandlungen, das wollen wir als emanzipatorische Bewegung, denn beide sind Herrschaftsinstrumente.
Was haben wir geplant?
  • Ein Fass Freibier, das sind 50 Liter, die, erfahrungsgemäß, recht schnell leer sind, also: pünktlich sein.
  • Erdbeershots und Wodka-Orange für jeweils 1,50€
  • Liveband (?) (Musik!)
  • Last but not least: Um ein Symbol zu setzen angesichts der fortschreitenden De-proletarisierug und und Entwurzelung des (ganz allgemein) progressiven Spektrums und der regelrechten Demophobie (wie pervers) mancher seiner Protagonisten, werden wir uns dem uns bekanntermaßen nicht all zu fernen Mittels der Provokation bedienen. Angesichts des bürgerlichen Bildungsideals, und seiner Ausstrahlung auf die, nach Selbstdefinition, in Opposition zu den verschiedenen Spielarten der bürgerlichen Gesellschaft stehenden Gruppen, verlangen wir einen Paradigmenwechsel innerhalb der progressiven Gruppen im Verhältnis zwischen Geist und Materie. Es gibt auch was zu essen, gleich vor der Türe des West. Wir machen Stangerlbrot und andere „Lagerfeuergerichte“, als Brennmaterial dienen, nebst Holz als langlebigem Brennstoff, Bücher. Ganz wichtig ist, dass wir keinerlei Selektion an den Büchern vornehmen, das wäre Ausdruck einer faschistischen Grundhaltung. Es geht nicht um den Inhalt des Buches, sondern um das Durchbrechen der Vormachtstellung des Immateriellen in vielen progressiven Bewegungn.
Ja Zuckererbsen für jedermann,
sobald die Schoten platzen.
Den Himmel überlassen wir
den Engeln und den Spatzen



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Veröffentlicht
07:41:25 18.12.2009

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