Der Öbrigkeitsfeindliche Communisten Vixa; Religio
gepostet von chrisplanteu um 19:02:28 05.01.2010
(Bild gespiegelt von der Seite: http://www.crazyhorse.ch/images/bilder/gedicht_64.jpg)
Der Katholizismus und mit ihm das ganze Christentum sind heute Zielscheibe aller Arten von praktischer, weltanschaulicher und religiös begründeter Kritik. In vielerlei Hinsicht zurecht.
Jeder Mensch hat eine Vergangenheit, ich eine katholische. Das „schlussendliche“ „Angelangtsein“ bei einer gegenüber den zwischenmenschlichen, ökonomischen und politischen Realitäten kritischen bis feindlichen Position, ist aber kein Bruch mit einer eher christlichen Sichtweise der Welt. Warum revolutionäres Anschauen sowie Müssen und jüdisch-christlich-islamische Botschaft sich nicht ausschließen, sondern oftmals sich sogar bedingen, möchte ich in den folgenden Zeilen flashartig-kurz beleuchten.
„So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ Ein Jesuswort nach christlichem Glauben, es findet sich beim Evangelisten Matthäus. Schon seit jeher ein vermeintlicher Beleg für die Pflicht, der weltlichen Obrigkeit gehorsam zu sein. Meine Frage zu diesem Satz: gibt es nicht auch eine andere mögliche Deutung?
Bleiben wir bei der Heiligen Schrift; Was mir als 14-jähriger Rotzer (damals ackerte ich Stück-für-Stück das Neue Testament durch) ständig aufgefallen ist und zuvor innerhalb kirchlicher Strukturen so anders von mir erlebt wurde, ist die ständige Frontstellung von „Gott und Welt“, oder „Licht und Welt“ in den Evangelien. Die Rolle des Feindes Gottes und der Menschen spielt eben nicht der „revolutionäre Neinsager“, der „Satan“ im Wortsinn, sondern die Kinder der Welt, die Mächtigen in Wirtschaft, Politik und, das fällt wirklich ins Auge, Religion. Die Wortgottesdienste werden aber seit Jahrhunderten durch die Betrachtungen des Paulus geprägt, eines Intellektuellen, als Saulus ein Vertreter der religiösen Herrscherklasse, später ein gläubiger Christ und ein Gegner der alten Eliten, aber ein Mitbegründer und ein herausragender Kopf der neuen Elite innerhalb der christlichen Gemeinde.
Doch die revolutionäre Energie eines Christentums wurde niemals vergessen, so sehr sich die Dimension der „Welt“ auch in das Gekröse der kirchlichen Herrschaft vergrub. Ja mehr noch, je obrigkeitsverliebter und systemerhaltender die offiziöse Kirche, desto radikaler die religiösen Volksbewegungen.
Auffällig ist das immer wiederkehrende Motiv des Endes der Zeiten. Die Apokalypse ist nicht Endpunkt des Menschen, sie ist Endpunkt der Zivilisation, Beginn eines gänzlich neuen Zeitalters. In der Offenbarung des Johannes, jenes literarischen Nackenschlages für die Anhänger eines Christentums zur Ruhe der Welt, findet sich eben kein plötzlicher Übergang sozusagen von der Ordnung der Welt zur Ordnung des Himmels, sondern das Ende der Ordnung und der Aufbau einer neuen Welt. Das Sein nach dem „Ende der Geschichte“, dem „Ende der Welt“ wird nicht als immateriell, sondern, ganz diesseitig, als Herrschaft des Christus, als eine neue Art des menschlichen Zusammenlebens beschrieben. Diese Periode, sie beflügelte die christusglübigen Sozialisten der alten Zeit und zeigt, um den Kreis bezüglich meines persönlichen Werdeganges zu schließen, erstaunliche Parallelen zu den „modernen“ Ideen vom Ende der Herrschaft des Menschen über den Menschen, dauert nach der Schrift 1000 Jahre. 1000 Jahre sind für sich schon eine lange Zeit. 1000 ist aber, als große runde Zahl, ein Symbol für die Beständigkeit und Endgültigkeit des neuen Menschen.
Der Katholizismus und mit ihm das ganze Christentum sind heute Zielscheibe aller Arten von praktischer, weltanschaulicher und religiös begründeter Kritik. In vielerlei Hinsicht zurecht.
Jeder Mensch hat eine Vergangenheit, ich eine katholische. Das „schlussendliche“ „Angelangtsein“ bei einer gegenüber den zwischenmenschlichen, ökonomischen und politischen Realitäten kritischen bis feindlichen Position, ist aber kein Bruch mit einer eher christlichen Sichtweise der Welt. Warum revolutionäres Anschauen sowie Müssen und jüdisch-christlich-islamische Botschaft sich nicht ausschließen, sondern oftmals sich sogar bedingen, möchte ich in den folgenden Zeilen flashartig-kurz beleuchten.
„So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ Ein Jesuswort nach christlichem Glauben, es findet sich beim Evangelisten Matthäus. Schon seit jeher ein vermeintlicher Beleg für die Pflicht, der weltlichen Obrigkeit gehorsam zu sein. Meine Frage zu diesem Satz: gibt es nicht auch eine andere mögliche Deutung?
Bleiben wir bei der Heiligen Schrift; Was mir als 14-jähriger Rotzer (damals ackerte ich Stück-für-Stück das Neue Testament durch) ständig aufgefallen ist und zuvor innerhalb kirchlicher Strukturen so anders von mir erlebt wurde, ist die ständige Frontstellung von „Gott und Welt“, oder „Licht und Welt“ in den Evangelien. Die Rolle des Feindes Gottes und der Menschen spielt eben nicht der „revolutionäre Neinsager“, der „Satan“ im Wortsinn, sondern die Kinder der Welt, die Mächtigen in Wirtschaft, Politik und, das fällt wirklich ins Auge, Religion. Die Wortgottesdienste werden aber seit Jahrhunderten durch die Betrachtungen des Paulus geprägt, eines Intellektuellen, als Saulus ein Vertreter der religiösen Herrscherklasse, später ein gläubiger Christ und ein Gegner der alten Eliten, aber ein Mitbegründer und ein herausragender Kopf der neuen Elite innerhalb der christlichen Gemeinde.
Doch die revolutionäre Energie eines Christentums wurde niemals vergessen, so sehr sich die Dimension der „Welt“ auch in das Gekröse der kirchlichen Herrschaft vergrub. Ja mehr noch, je obrigkeitsverliebter und systemerhaltender die offiziöse Kirche, desto radikaler die religiösen Volksbewegungen.
Auffällig ist das immer wiederkehrende Motiv des Endes der Zeiten. Die Apokalypse ist nicht Endpunkt des Menschen, sie ist Endpunkt der Zivilisation, Beginn eines gänzlich neuen Zeitalters. In der Offenbarung des Johannes, jenes literarischen Nackenschlages für die Anhänger eines Christentums zur Ruhe der Welt, findet sich eben kein plötzlicher Übergang sozusagen von der Ordnung der Welt zur Ordnung des Himmels, sondern das Ende der Ordnung und der Aufbau einer neuen Welt. Das Sein nach dem „Ende der Geschichte“, dem „Ende der Welt“ wird nicht als immateriell, sondern, ganz diesseitig, als Herrschaft des Christus, als eine neue Art des menschlichen Zusammenlebens beschrieben. Diese Periode, sie beflügelte die christusglübigen Sozialisten der alten Zeit und zeigt, um den Kreis bezüglich meines persönlichen Werdeganges zu schließen, erstaunliche Parallelen zu den „modernen“ Ideen vom Ende der Herrschaft des Menschen über den Menschen, dauert nach der Schrift 1000 Jahre. 1000 Jahre sind für sich schon eine lange Zeit. 1000 ist aber, als große runde Zahl, ein Symbol für die Beständigkeit und Endgültigkeit des neuen Menschen.

































