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		<title>Die Brut - Blog Einträge</title>
		<link>http://www.db-ist.org/index.php?section=blog</link>
		<description>Die Brut - Blog Einträge</description>
		<copyright>Copyright 2011, http://www.db-ist.org</copyright>
		<webMaster>office@db-ist.org</webMaster>
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		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
		<item>
			<title>Folgende Konversation auf der FB-Seite der ÖH wurde leider durch den zuständigen admin gelöscht</title>
			<link>http://www.db-ist.org/index.php?section=blog&amp;cmd=details&amp;id=106</link>
			<description>&amp;Ouml;H Klagenfurt/Celovec&lt;br /&gt;
F&amp;uuml;r das Sommersemester 2012 werden keine Studiengeb&amp;uuml;hren eingehoben. Dies geschieht laut Studienabteilung wegen der Aufhebung der derzeitig unklaren rechtlichen Regelung! Du wirst lediglich den &amp;Ouml;H-Beitrag zahlen m&amp;uuml;ssen.&lt;br /&gt;
Gestern um 09:25 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Aus Berlin&lt;br /&gt;
Ein hoch auf die Uni Klagenfurt! So gehoert sich das.&lt;br /&gt;
Gestern um 09:54 &amp;middot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Maier&lt;br /&gt;
Yeah! Jetzt m&amp;uuml;&amp;szlig;t&#039; nur noch die &amp;Ouml;H auf den Zwangsbeitrag verzichten und wir k&amp;ouml;nnten uns die Erlagscheine sparen... [;)]&lt;br /&gt;
Gestern um 10:08 &amp;middot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Ouml;H Klagenfurt/Celovec&lt;br /&gt;
das wissen wir nicht, ist jedoch unwahrscheinlich. aber sagt uns, warum seid ihr gegen die &amp;Ouml;H? wisst ihr &amp;uuml;berhaupt, was die &amp;Ouml;H ist und was sie tut? Oder seht ihr nur das Geld, das scheinbar vergeudet wird?&lt;br /&gt;
vor 59 Minuten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Maier&lt;br /&gt;
http:// db-ist.org /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Ouml;H Klagenfurt/Celovec&lt;br /&gt;
bitte deine Meinung und keine vorgefertigte! Wir sch&amp;auml;tzen eigenes Denken und eigene Meinung.&lt;br /&gt;
vor 41 Minuten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Maier&lt;br /&gt;
Ich hab&#039;s 2005 (mit-)gegr&amp;uuml;ndet. .. das ist meine Meinung [;)] K: http://db-ist .org/blog (trifft&#039;s noch ein bi&amp;szlig;chen genauer *g*)&lt;br /&gt;
vor 37 Minuten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Ouml;H Klagenfurt/Celovec&lt;br /&gt;
Wir d&amp;uuml;rfen darauf hinweisen, dass viele Links auf der Webseite nicht mehr aktuell bzw. &amp;uuml;berhaupt nicht mehr verf&amp;uuml;gbar sind.&lt;br /&gt;
gerne w&amp;uuml;rden wir trotzdem eine eigene Meinung zu diesem Thema als Kommentar sehen!&lt;br /&gt;
vor 31 Minuten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Maier&lt;br /&gt;
Welcher Link geht nicht? K; kurz: Die Uni stellt R&amp;auml;umlichkeiten, Wissenschaftler und Verwaltung; bekommt jetzt keine Direktmittel mehr von den Studierenden (abgesehen von evtl. Parkgeb&amp;uuml;hren gegen die wir auch sind)... die &amp;Ouml;H soll aber welche bekommen... wieso?&lt;br /&gt;
W&amp;auml;re f&amp;uuml;r einen freiwilligen Beitrag sofort zu haben... aber so... [:(]&lt;br /&gt;
vor 24 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Ouml;H Klagenfurt/Celovec&lt;br /&gt;
Auch stellt die Stadt Infrastruktur zur Verf&amp;uuml;gung, demnach sollte man dies auch auf Freiwilligkeit ansetzen oder gleiches f&amp;uuml;r die Sozial- oder &amp;auml;hnliche Versicherungen. Du scheinst eher ein Systemproblem zu haben, aber daf&amp;uuml;r ist deine Kritik noch zu unspezifisch. Bitte wende dich mit deinen Begehren an die zust&amp;auml;ndigen Regierenden!&lt;br /&gt;
Wir danken f&amp;uuml;r deine Anregung.&lt;br /&gt;
vor 13 Minuten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Maier&lt;br /&gt;
Wenn ICH das machen soll brauch ich euch aber nicht als MEINE(!?) Vertretung... oder? *fg*&lt;br /&gt;</description>
			<author>chrisplanteu</author>
			<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 05:48:24 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Warum ich so ein "guter Mensch" bin</title>
			<link>http://www.db-ist.org/index.php?section=blog&amp;cmd=details&amp;id=105</link>
			<description>&lt;p&gt;(Bild gespieglet von der Seite: &lt;em&gt;http://t2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcT2Uptwl7KUjrYuqWhIBKRpMUMqCdeusLe_2r8Tff_GD2adkmMTxA&lt;/em&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bitter kann doch die Erfahrung sein, sich edel, selbstlos, ritterlich zu verhalten, kein Opportunist und &amp;bdquo;Radfahrer&amp;ldquo; zu sein, eher schon eine Art moderner &amp;bdquo;Robin Hood&amp;ldquo;, und es dennoch nicht von den Menschen und der Welt gedankt zu bekommen, sondern, im Gegenteil, daf&amp;uuml;r verachtet und gehasst zu werden.&lt;br /&gt;
Das kann einem schon die Laune gr&amp;uuml;ndlich verderben. Warum nur bekommt man nicht vom Leben, was man, nach seinem eigenen Daf&amp;uuml;rhalten, &amp;bdquo;verdient&amp;ldquo;?&lt;br /&gt;
Ist das nicht eine unserer Grundeinstellungen gegen&amp;uuml;ber der Welt; diese eigenartige Vorstellung von einer Art &amp;bdquo;moralischem Konto&amp;ldquo;, von so einem Karmading, das in unserem Leben so etwas wie eine ausgleichende Gerechtigkeit schafft?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sowas wie ein &amp;bdquo;moralisches Konto&amp;ldquo; gibt es aber nicht auf dieser Welt. Warum?&lt;br /&gt;
Ganz einfach: Das Leben und die Welt sind Dinge, die sich einen Schei&amp;szlig; um das pers&amp;ouml;nliche Verhalten des Individuums k&amp;uuml;mmern, sondern ausschlie&amp;szlig;lich daran &amp;bdquo;interessiert&amp;ldquo; sind, ihr determiniertes Programm zu erf&amp;uuml;llen.&lt;br /&gt;
Alle Dinge dieser Welt, und die Geschichte und die Gesellschaft geh&amp;ouml;ren da eindeuig dazu, verfolgen keinen Plan hin zu einem &amp;bdquo;H&amp;ouml;her und Besser&amp;ldquo;, sondern sind so angelegt, die ewig selben Formen von Verherrlichung des Starken, von Vernichtung des Schwachen st&amp;auml;ndig zu reproduzieren. Geschichte und Gesellschaft sind hier nichts anderes als die, einen Deut anorganischere, Fortf&amp;uuml;hrung der Biologie. Fressen und Gefressenwerden &amp;ndash; in voller Unschuld.&lt;br /&gt;
Moralische Kategorien, so sie nicht blo&amp;szlig;e Rechtfertigungen f&amp;uuml;r die Determinismen der Welt, also Ideologien sind, sondern (nicht nur in der Theorie der Ideologisierung des Bestehenden, sondern in der Lebenspraxis, sowohl des Starken, wie auch des Schwachen) den Anspruch erheben, immer und f&amp;uuml;r jeden g&amp;uuml;ltig zu sein (also f&amp;uuml;r die Starken und Schwachen gleicherma&amp;szlig;en), sind dem Leben, dem &amp;bdquo;Takt&amp;ldquo; entgegengesetzt. Eine Haltung, die dennoch an ihnen festh&amp;auml;lt, wird vom Leben bestraft. &lt;br /&gt;
Deswegen die, eingangs erw&amp;auml;hnte, bittere Erfahrung der &amp;bdquo;guten Menschen&amp;ldquo;, zu denen auch ich mich z&amp;auml;hle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein moralisches Verhalten ist den Determinismen des Lebens entgegengesetzt. Es ist eine ideologisch gef&amp;auml;rbte Fehleinsch&amp;auml;tzung, zu erwarten, daf&amp;uuml;r vom Leben, der Gesellschaft oder den einzelnen Menschen in irgend einer Form belohnt zu werden. &lt;br /&gt;
Ideologisch im oben erw&amp;auml;hnten Sinne deswegen, weil diese Fehleinsch&amp;auml;tzung das Vorurteil bef&amp;ouml;rdert, das in der b&amp;ouml;sen Binsenweisheit &amp;bdquo;jeder bekommt, was er verdient&amp;ldquo; zum Ausdruck kommt; einer der Spielarten der ideologischen Rechtfertigung der Verherrlichung des Starken, der Vernichtung des Schwachen durch das Leben.&lt;br /&gt;
Mein moralisches Verhalten ist also nicht durch irgend ein Karmading oder einen h&amp;ouml;heren Plan gerechtfertigt, es ist der Ausdruck des Bed&amp;uuml;rfnisses des in mir dominanten &amp;bdquo;Spannungsmenschen&amp;ldquo;, die Welt nicht hinzunehmen, wie sie ist, sondern hinter den Formen des Lebens nach ewigen Wahrheiten zu suchen, die eben immer und f&amp;uuml;r jeden gelten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Nachteile, die mir aus meinem moralsichen Verhalten erwachsen, kann nur meine innerste &amp;Uuml;berzeugung, das Richtige zu tun, auch gegen alle Welt, also meine Hybris, die in meiner von mir angenommenen F&amp;auml;higkeit, die Welt von meinem beschr&amp;auml;nkten Standpunkt aus universal einordnen zu k&amp;ouml;nnen, also in meinem Narzissmus, gr&amp;uuml;ndet, aufwiegen. &lt;br /&gt;
Wegen diesen beiden, ohne die ein nach allgemeing&amp;uuml;ltigen Wahrheiten strebender Mensch gar nicht sein k&amp;ouml;nnte, kann ich es mir erlauben, ein &amp;bdquo;guter Mensch&amp;ldquo; zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also: Mut, in seiner Moralit&amp;auml;t ungl&amp;uuml;cklich zu sein, weil sie, und damit man selbst, denn sie erw&amp;auml;chst aus dem Ich, f&amp;uuml;r uns wichtiger ist, als die Welt und das uns umgebende Leben, also auch unser irdisches Gl&amp;uuml;ck.&lt;br /&gt;
Das den &amp;bdquo;guten Menschen&amp;ldquo; zum Trost.&lt;/p&gt;</description>
			<author>chrisplanteu</author>
			<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 14:50:46 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Frömmelei</title>
			<link>http://www.db-ist.org/index.php?section=blog&amp;cmd=details&amp;id=103</link>
			<description>(Bild gespiegelt von der Seite: &lt;em&gt;http://www.zeitpunkt.ch/uploads/pics/erich-fromm.jpg&lt;/em&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon einmal vor gut zehn Jahren, habe ich in den letzten Tagen &lt;a class=&quot;out&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Fromm&quot;&gt;Erich Fromms&lt;/a&gt; popul&amp;auml;res Buch &amp;bdquo;&lt;a class=&quot;out&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kunst_des_Liebens&quot;&gt;Die Kunst des Liebens&lt;/a&gt;&amp;ldquo; gelesen. Erworben hab ich selbiges, nachdem ich mein erstes Exemplar schon vor Jahren irgendwo verloren und den Inhalt gr&amp;ouml;&amp;szlig;tenteils vergessen habe, auf dem letzten Viktringer Flohmarkt (&amp;uuml;brigens ein hei&amp;szlig;er Tipp f&amp;uuml;r Leute, die gute, billige B&amp;uuml;cher suchen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei den meisten sozialwissenschaftlichen Erkl&amp;auml;rungsmodellen, kam mir auch hier mehrmals fast die Galle hoch. Warum, m&amp;ouml;chte ich jetzt kurz auseinandersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fromms zentrale Thesen zur &amp;bdquo;Liebe&amp;ldquo; sind, so wie ich ihn verstanden habe, folgende:&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
    &lt;li&gt;Sie ist kein spontanes Gef&amp;uuml;hl, auch kein Prozess, sondern der Ausdruck einer grunds&amp;auml;tzlichen Bejahung der Welt, des Lebens und des Seins.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Damit kann ihr Objekt niemals ausschlie&amp;szlig;lich ein einzelnes Individuum, oder eine Reihe von Individuen, sondern immer nur die Welt, das Leben und seine Prinzipien als Gesamtheit sein.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Ihr Ziel ist die &amp;bdquo;Entgrenzung&amp;ldquo; des Individuums und sein Verschmelzen mit einem von Fromm angenommenen gemeinsamen menschlichen Kern, ein Zusammenwachsen.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Fromm h&amp;auml;lt den Menschen f&amp;uuml;r ein Wesen, dessen Existenz problematisch ist. Die &amp;bdquo;Problematik der menschlichen Existenz&amp;ldquo; resultiert aus dem Verlust der instinkthaften Sicherheit des Tieres. Durch sein Wachsein sp&amp;uuml;re er seine Vereinzelung als Quelle der Furcht und als B&amp;uuml;rde.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Die &amp;bdquo;Liebe&amp;ldquo; ist &amp;bdquo;die Antwort auf das Problem der menschlichen Existenz&amp;ldquo; dahingehend, als der &amp;bdquo;Liebende&amp;ldquo; durch das Einswerden mit der ganzen Welt seine Vereizelung &amp;uuml;berwinden k&amp;ouml;nne. Dar&amp;uuml;ber hinaus behauptet Fromm, meinem pers&amp;ouml;nlichen Verstehen vollkommen entzogen, dass das Selbst, die Individualit&amp;auml;t des &amp;bdquo;Liebenden&amp;ldquo; dadurch sich vollkommen entfalten k&amp;ouml;nne (meint: durch diesen Akt; nicht: den Akt unbeschadet &amp;uuml;berstehend).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
Nach diesem kurzen Hingucker in das Denken Erich Fromms, kann ich nur zum Schluss kommen, dass er ein Ver&amp;auml;chter des Individuums ist. &lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F&amp;uuml;r mich ist das Konzept der grunds&amp;auml;tzlichen Welt-, Seins- und Lebensbejahung, der Entgrenzung, also das, was Fromm &amp;bdquo;Liebe&amp;ldquo; nennt, ein antiindividualistisches, freiheitsfeindliches und der Tendenz nach totalit&amp;auml;res Konzept:&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
    &lt;li&gt;&lt;strong&gt;&amp;bdquo;Freiheit&amp;ldquo;&lt;/strong&gt;, als die &amp;bdquo;Willk&amp;uuml;rlichkeit&amp;ldquo; von Denken und Handeln, hat f&amp;uuml;r mich &amp;bdquo;Wachsein&amp;ldquo;, also Wahrnehmung seiner Selbst, des &amp;bdquo;Innen&amp;ldquo; als unabh&amp;auml;ngig Agierendes und Reflexion &amp;uuml;ber den Rest als &amp;bdquo;Au&amp;szlig;en&amp;ldquo; zur Voraussetzung. Das setzt aber Abgegrenztheit voraus, genau das also, was durch die frommsche &amp;bdquo;Liebe&amp;ldquo; &amp;uuml;berwunden werden soll.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Umgekehrt ist mein Bild der &amp;bdquo;Liebe&amp;ldquo;, besser: der &amp;bdquo;Freundschaft&amp;ldquo;, dass ich ein &lt;strong&gt;Individuum&lt;/strong&gt; (oder mehrere Individuen) &amp;ndash; und zwar ganz unabh&amp;auml;ngig vom Rest der Welt &amp;ndash; durch meine Zuneigung ihm gegen&amp;uuml;ber in seinem ganzen Sein (also nicht nur in einem imaginierten &amp;bdquo;gesamtmenschlichen Kern&amp;ldquo;) immer besser in seiner Individualit&amp;auml;t, also auch und gerade seinen Eigenheiten, also seiner Verschiedenheit gegen&amp;uuml;ber dem Rest, also letztendlich in seiner Vereinzeltheit und Begrenztheit kennenlerne. Dieses &amp;bdquo;Kennen&amp;ldquo; des Anderen gibt es nur in Bezug auf mich, f&amp;uuml;r Au&amp;szlig;enstehende ist es nicht fassbar, daher f&amp;uuml;r ihre individuelle Situation nicht existent. Selbiges gilt f&amp;uuml;r mich f&amp;uuml;r ihre &amp;bdquo;Lieben&amp;ldquo;, meint:&amp;ldquo;Freundschaften&amp;ldquo;. Doch diese Sichtweise ist f&amp;uuml;r Fromm charakteristisch f&amp;uuml;r die zur &amp;bdquo;Liebe&amp;ldquo; vollkommen unf&amp;auml;hige &amp;bdquo;narzisstische&amp;ldquo; Pers&amp;ouml;nlichkeit.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Narzissmus bedeutet f&amp;uuml;r ihn einen Zustand, in dem die Au&amp;szlig;enwelt nur in Bezug auf die Innenwelt Realit&amp;auml;t besitzt. So phantastisch und schr&amp;auml;g die Vorstellung so eines Zustandes beim ersten Hinh&amp;ouml;ren auch klingen mag, das was f&amp;uuml;r Fromm Narzissmus ist, ist die Vorbedingung der Existenz individueller Freiheit. &lt;br /&gt;
    Das von ihm so hoch gesch&amp;auml;tzte Bed&amp;uuml;rfnis nach &amp;bdquo;Entgrenzung&amp;ldquo; und dem sich eins f&amp;uuml;hlen mit der Welt hat in allen Gesellschaften und zu allen Zeiten immer zu einer Erscheinung gef&amp;uuml;hrt, die ich den &amp;bdquo;&lt;strong&gt;Rudelinstinkt des Raubtieres&lt;/strong&gt;&amp;ldquo; nenne. Ich meine damit das unbewusste und damit der Willk&amp;uuml;r entzogene Antizipieren von St&amp;auml;rken und Schw&amp;auml;chen innerhalb menschlicher Gruppen und die ebenfalls unbewusste und unwillk&amp;uuml;rliche Unterwerfung unter als st&amp;auml;rker, das in die Schranken weisen und n&amp;ouml;tigenfalls Totbei&amp;szlig;en der als schw&amp;auml;cher ersp&amp;uuml;rten Mitglieder der Gesellschaft (ironischerweise hat gerade Fromm, meines Wissens nach, diese von ihm so genanntre &amp;quot;sadistisch-masochistische&amp;quot; Komponente im menschlichen Sein beschrieben). &lt;br /&gt;
    Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Wohl des Individuums, sondern die Sicherung der Existenz der Gattung.&lt;br /&gt;
    Da der grundlegende Unterschied zwischen einem Menschen und einem Wolf (neben der menschlichen F&amp;auml;higkeit zur Vereinzelung) in der menschlichen F&amp;auml;higkeit zur &amp;bdquo;Kultur&amp;ldquo;, damit immer auch zur Verw&amp;auml;sserung nat&amp;uuml;rlicher Gegebenheiten, besteht, muss das Unterwerfen und das Totbei&amp;szlig;en rationalisiert werden. Das ist das Moment sittlicher Spielregeln in der Gesellschaft, die historische Konstante des Ethos: &lt;br /&gt;
    Wolf: dieser Wolf ist st&amp;auml;rker, erfahrener, potenter, besser als ich, deshalb &amp;uuml;be ich mich in einer Unterwerfungsgeste. &lt;br /&gt;
    Menschlicher Wolf: ich schulde meinem Arbeitgeber, Lehrer, diesem Polizisten usw. Respekt, weil er gerade mich eingestellt hat, er mich etwas lehren kann, er meine Sicherheit und die Ordnung garantiert usw. &lt;br /&gt;
    Wolf: dieser Wolf ist mir unterlegen, kann sich nicht selbst versorgen ich kann ihn zu Tode bei&amp;szlig;en, deswegen bei&amp;szlig;e ich ihn zu Tode (m&amp;ouml;glicher Vorteil f&amp;uuml;r das Rudel). &lt;br /&gt;
    Menschlicher Wolf: dieser Kollege ist eine Belastung f&amp;uuml;r die Firma, er muss weg: dieser unangepasste Mensch ist eine Gefahr f&amp;uuml;r den Staat, er muss vernichtet oder (wie human) geheilt, reintegriert usw. werden.&lt;br /&gt;
    Die grunds&amp;auml;tzliche &amp;Uuml;bereinstimmung aller Mitglieder einer Gesellschaft, oft unbewusst, der Anspruch auf Universalit&amp;auml;t des Sittengesetzes ist der wichtigste Teilsapekt von dem, was ich unter &amp;bdquo;Ideologie&amp;ldquo; verstehe. Etwas Unhinterfragbares, Unbewusstes, das hinter dem Handeln von uns allen wirkm&amp;auml;chtig ist. Der Narziss im Sinne der oben erw&amp;auml;hnten frommschen Definition ist immun gegen den &amp;bdquo;Rudeltrieb des Raubtieres&amp;ldquo;. Das Anschauen und Einordnen der Welt nur in Bezug auf seine eigene Existenz ist die einzige Form des ideologiefreien Erkennens.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;br /&gt;
Es spricht B&amp;auml;nde, wenn Fromm uns gerade die &lt;a class=&quot;out&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Regel&quot;&gt;goldene Regel&lt;/a&gt; wie sie allgemein verstanden wird, n&amp;auml;mlich als unmittelbar begreifbar, als unideologisch im oben erw&amp;auml;hnten Sinne (weil ich es nicht mag, wenn ich Weh &amp;acute;krieg, magst du es wahrscheinlich auch nicht) als narzisstisch madig zu machen versucht.&lt;br /&gt;</description>
			<author>chrisplanteu</author>
			<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 22:00:33 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Giovanna erzählt - eins</title>
			<link>http://www.db-ist.org/index.php?section=blog&amp;cmd=details&amp;id=100</link>
			<description>Drei Freunde von mir, drei gute, wurden gestern leichtsinnigerweise von meiner Wenigkeit in eine Grundsatzdiskussion zu den Themenkomplexen Gesellschaft, Arbeit, Lebensplanung, Freiheit gezwungen.&lt;br /&gt;
Ein Leichtsinn ist das deswegen, weil ich ganz genau wei&amp;szlig;, dass ich mit meiner Meinung zu diesen Themen letztendlich immer alleinstehe (meine &amp;quot;bessere H&amp;auml;lfte&amp;quot; hat das Thema mehrmals bearbeitet, n&amp;auml;mlich unter Anderem &lt;a href=&quot;http://www.db-ist.org/index.php?section=blog&amp;amp;cmd=details&amp;amp;id=82&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.db-ist.org/index.php?section=blog&amp;amp;cmd=details&amp;amp;id=93&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.db-ist.org/index.php?section=blog&amp;amp;cmd=details&amp;amp;id=95&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;; ich denke genauso), ich mir also in gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Runden proportional schwerer tue, meine Ansichten zu vermitteln, weil die Zahl der mir entgegengesetzen Meinungen gleich der Teilnehmerzahl minus eins ist. &amp;Uuml;brigens &amp;uuml;berrascht mich dabei immer, wie sehr die individuellen Ansichten der einzelnen Diskutanten innerlich &amp;auml;hnlich sind. Vielleicht sehe das nur ich in meiner grunds&amp;auml;tzlichen Opposition so, m&amp;ouml;glicherweise aber ist dies ein Ausdruck des Ph&amp;auml;nomens, welches, wiederum unter anderem meine &amp;quot;bessere H&amp;auml;lfte&amp;quot; als Ideologie bezeichnet hat. &amp;quot;Ideologie&amp;quot; meint einen unbewussten globalen Leitgedanken, der unhinterfragt hinter allen Werturteilen einer Gesellschaft (oder, kleiner, einer gesellschaftlichen Gruppe; gr&amp;ouml;&amp;szlig;er, einer ganzen Kultur oder Zeitepoche) steht. &lt;br /&gt;
In unserer heutigen Welt ist der m&amp;auml;chtigste dieser Leitgedanken sicher die grunds&amp;auml;tzlich positive Bewertung jeder Form von Lohnarbeit; von Arbeit an sich, im weiteren Sinne.&lt;br /&gt;
Darum ging es jetzt nat&amp;uuml;rlich. Alle wollen sich in ihrem Beruf verwirklichen, das ist &amp;uuml;berhaupt erst die Voraussetzung f&amp;uuml;r ein erf&amp;uuml;lltes Leben. Denn: nicht der Erfolg an sich z&amp;auml;hle, so meine Freunde, sondern das Durchsetzen des eigenen Lebensprogrammes. Selbstredend in der Lohnarbeit oder einem &amp;Auml;quivalent (Unternehmer; deswegen nicht Gegensatz zum Lohnarbeiter, sondern nur &amp;Auml;quivalent, weil er sich, meiner Meinung nach, noch im viel st&amp;auml;rkeren Ma&amp;szlig;e von seiner T&amp;auml;tigkeit versklaven lassen, sich selbst am h&amp;auml;rtesten ausbeuten und ausbeuten lassen muss; also, um dieses reichlich bl&amp;ouml;de Bild zu strapazieren, kein Zigarre-rauchender, dickb&amp;auml;uchiger Zylinderhuttr&amp;auml;ger ist, es auch nie war). Sie sind auch alle mehr oder wenig &amp;quot;erfolgreich&amp;quot;, meine Freunde. Nach den g&amp;auml;ngigen Ma&amp;szlig;st&amp;auml;ben erfolgreicher als ich auf jeden Fall. &lt;br /&gt;
Es konnte daher nicht ausbleiben: Nachdem ich, sturerweise, meine Position nicht aufgeben wollte und (deswegen!) als zumindest intolernat angesehen werden musste, wurde mir von der Gemeinschaft, zu deren Formierung mein renitentes Verhalten die Ehre hatte entscheidend beizutregen, mit dem Verweis auf mein Versagen in den Lebensbereichen, die nun einmal den allermeisten Leuten immens wichtig sind, die Stichhaltigkeit meiner Argumentation abgesprochen (ich als einziger argumentierte, alle anderen tauschten moralische Urteile aus, mit der geballten Kraft der herrschenden &amp;quot;Ideologie&amp;quot; wie sie oben beschrieben wurde). Damit sprach man mir nat&amp;uuml;rlich auch die Ernsthalftigkeit meines alternativen Konzeptes, damit aber meine Daseinsberechtigung als autonomes Individuum (nicht als Teil eines ideologisch-moralischen Kollektivs, wenn ich brav bin, kann ich ja noch dazugeh&amp;ouml;ren; selbstverst&amp;auml;ndlich schon gar nicht als Mensch) ab.&lt;br /&gt;
Nicht vergessen, geneigter Leser, das sind meine Freunde, nicht meine Gegner oder gar Feinde. Sie m&amp;ouml;gen mich und w&amp;uuml;nschen mir das Beste.&lt;br /&gt;
Mein liebster Kumpel, Christian Planteu, hat die Idee, dass das Konzept der individuellen Freiheit, wie er und ich es vertreten, der Welt und dem Leben entgegengestzt ist. Wir als &amp;quot;Spannungsmenschen&amp;quot;, so sagt er, sind ein &amp;Auml;rgernis f&amp;uuml;r das Leben. Es will uns integrieren oder vernichten.&lt;br /&gt;
Aus den Augen meiner Freunde blitzte an jenem Nachmittag das Leben. Nicht irgend eines, nicht ihres, nicht meines, sondern das Leben an sich, welches f&amp;uuml;r seine &amp;quot;Feinde&amp;quot; ein Untergang sein will.&lt;br /&gt;</description>
			<author>GiovannaRacalli</author>
			<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 15:50:52 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Wahrheit machen</title>
			<link>http://www.db-ist.org/index.php?section=blog&amp;cmd=details&amp;id=99</link>
			<description>Bild gespiegelt von der Seite (&lt;em&gt;http://hackadaycom.files.wordpress.com/2011/05/newstweek.jpg?w=450&amp;amp;h=337&lt;/em&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst auf die Gefahr hin, dass ich wieder einmal der Letzte bin, der eine interessante Neuigkeit aus dem Bereich des Info-Technischen niederschreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor ein paar Tagen schaltete ich den Fernseher ein und blieb bei 3sat h&amp;auml;ngen. &lt;br /&gt;
Dort stellte die sympathische Katrin Bauerfeind ein Projekt zweier K&amp;uuml;nstler, die in Berlin leben, namens &amp;quot;&lt;a class=&quot;out&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://newstweek.com/overview&quot;&gt;Newstweek&lt;/a&gt;&amp;quot; vor.&lt;br /&gt;
Im Kern geht es dem Neuseel&amp;auml;nder Julian Oliver und dem Russen Danja Vasiliev darum, auf die Manipulierbarkeit der &amp;ouml;ffentlichen Meinung im Zeitalter elektronischer Massenkommunikation aufmerksam zu machen. &lt;br /&gt;
Trotz der in fr&amp;uuml;heren Jahren erhofften (von manchen W&amp;auml;chterexistenzen, wie ich mich noch sehr gut erinnern kann, &amp;uuml;brigens auch bef&amp;uuml;rchteten) Pluralisierung der Informationen, Meinungen und &amp;quot;Wahrheiten&amp;quot; durch das Internet, folgen auch alle gro&amp;szlig;en Nachrichtenplattformen im Internet dem &amp;quot;top-down&amp;quot;-Prinzip.&lt;br /&gt;
Das Problem also, dass immer schon bestand, n&amp;auml;mlich die Filterung von Information durch einige wenige Instanzen (seien dies nun Kirche, Staat, Verlage, Medienkonzerne oder despotische Einzelpersonen wie Rupert Murdoch) wurde keineswegs beseitigt. Immer noch gilt: Wahr ist, was in den etablierten Medien zu sehen, zu h&amp;ouml;ren oder zu lesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die zwei K&amp;uuml;nstler forcieren gegen die &amp;uuml;berm&amp;auml;chtige Ideologiemachinerie mit ihrem Projekt sozusagen elektronische Partisanenmethoden. &lt;br /&gt;
&amp;quot;Newstweek&amp;quot; ist im Grunde ein Tool zur selbstst&amp;auml;ndigen und privaten Manipulation von gefilterten Nachrichten innerhalb lokaler Netzwerke (W-Lan in Caf&amp;eacute;s, Hotels, Bahnh&amp;ouml;fen usw.).&lt;br /&gt;
Mittels eines selbstgebauten (&lt;a class=&quot;out&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://newstweek.com/howto&quot;&gt;Bauanleitung&lt;/a&gt;) und unscheinbaren Elektronikteils setzt man sich, sozusagen, zwischen Router und User (man verzeihe dem Laien die etwas plumpe Ausdrucksweise). &amp;Uuml;ber eine eigene Homepage kann man dann die Headlines einschl&amp;auml;giger Mainstreaminfoplattformen ver&amp;auml;ndern.&lt;br /&gt;
Man sehe selbst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;object style=&quot;height: 390px; width: 640px;&quot;&gt;
&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/f32HgmBqSZA?version=3&quot; /&gt;
&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot; /&gt;
&lt;param name=&quot;allowScriptAccess&quot; value=&quot;always&quot; /&gt;&lt;embed width=&quot;640&quot; height=&quot;390&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/v/f32HgmBqSZA?version=3&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
Im besten Fall stiftet man Verwirrung. Doch leider liegt die Annahme nahe, der Satz: &amp;quot;Wahr ist, was in der (elektronischen) Zeitung steht&amp;quot;, verliere durch ein paar logische Widerspr&amp;uuml;che keineswegs seinen Wahrheitsanspruch...&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;brigens gewann das Projekt bei der diesj&amp;auml;hrigen Ars Electronica in Linz die Goldene Nica.&lt;br /&gt;</description>
			<author>chrisplanteu</author>
			<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 16:36:50 +0200</pubDate>
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